Richard Becker war ein deutscher theoretischer Physiker, der sein Leben der Erforschung der Naturwissenschaften und der Lehrtätigkeit widmete. Er leistete Beiträge zur Entwicklung nicht nur der Physik, sondern auch anderer exakter Wissenschaften. Seine Entdeckungen und Forschungen wurden später zur Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten von Forschern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Lassen Sie uns die Tätigkeit dieses deutschen Wissenschaftlers näher betrachten. Mehr auf ihamburg.eu.
Interesse an der Physik
Richard Becker wurde 1887 in Hamburg geboren und verbrachte seine Kindheit in der Stadt an der Elbe. Nach seinem Schulabschluss trat Becker im Alter von 19 Jahren in die Universität Freiburg im Breisgau ein. Ursprünglich studierte er Zoologie, ein Fach, das ihn sehr faszinierte. Er promovierte und erhielt seinen Doktortitel.
Während seines Studiums entwickelte Becker jedoch auch ein Interesse an der Physik. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte diese Wissenschaftsdisziplin eine rasante Entwicklung. Physiker untersuchten damals Fragen zu Energieverteilung, Radioaktivität und Röntgenstrahlen. Auch das Verständnis der Einheit der Naturkräfte änderte sich, und es wurden Wechselwirkungen entdeckt, die zuvor unbekannt waren: Raum und Zeit, Teilchen und Wellen, Masse und Energie.
Richard Becker war beeindruckt von den neuen Dimensionen der Physik. Jahrzehnte später wurde klar, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine „Welt der neuen Physik“ eröffnet wurde. Becker ging als einer der Wissenschaftler in die Geschichte ein, die in dieser bedeutenden Zeit für die Wissenschaft wichtige Entdeckungen machten. Er ergänzte seine Ausbildung an der Universität Berlin, wo er bei Max Born und Albert Einstein Grundlagen der Physik lernte.
Wissenschaftliche Tätigkeit und Entdeckungen von Becker
Im Jahr 1913 begann Richard Becker in einem Industrieunternehmen zu arbeiten, das Sprengstoffe herstellte. Wenig später erhielt er eine Einladung, sich dem Team der „Osram Licht AG“ anzuschließen. In dieser Forschungseinrichtung konnte Becker das in der Universität erworbene Wissen praktisch anwenden. Die Herstellung von Glühlampen war damals eine der sich am schnellsten entwickelnden Branchen der Elektrotechnik, und Richard Becker leistete bedeutende Beiträge zum Fortschritt dieses Bereichs.
1926 nahm der Physiker ein Angebot an, eine neue Professur für theoretische Physik an der Technischen Universität Berlin zu leiten. Er war zehn Jahre lang erfolgreich in dieser Position tätig, bis er aufgrund der politischen Veränderungen in Deutschland nach Göttingen versetzt wurde. Becker wollte die Technische Universität Berlin nicht verlassen, musste sich jedoch dem Druck des nationalsozialistischen Regimes beugen.

Arbeit unter dem nationalsozialistischen Regime
1933 führte die Machtergreifung Adolf Hitlers zu weitreichenden Konsequenzen für alle Wissenschaftler. Ein Teil der Intellektuellen entschied sich zur Emigration, viele blieben jedoch in Deutschland. Wissenschaftler wurden gezwungen, für die nationalsozialistische Partei zu arbeiten, und unterlagen ständiger Kontrolle. In jeder Hochschule des Landes kam es zu Führungswechseln und Personaländerungen.
Richard Becker weigerte sich, der nationalsozialistischen Dozentenvereinigung beizutreten, im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen an der Technischen Universität Berlin. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Errungenschaften und Verdienste wurde ihm angeboten, nach Göttingen zu ziehen. Dort übernahm er die Professur von Max Born, der wegen seines jüdischen Hintergrunds von den Nationalsozialisten gezwungen wurde, Deutschland zu verlassen.
Nachkriegszeit und wissenschaftliches Engagement
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des nationalsozialistischen Regimes setzte Richard Becker seine wissenschaftliche Tätigkeit fort. Er übernahm die Leitung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und initiierte eine Kampagne, um die Verbindungen zu den Wissenschaftlern wiederherzustellen, die aufgrund der nationalsozialistischen Repressionen ins Ausland geflohen waren.