Sport spielt eine bedeutende Rolle im Leben der Hamburger. Obwohl nicht alle diesen professionell betreiben, haben viele Einwohner der Stadt ein sportliches Hobby. Manche bevorzugen die Gymnastik, eine Sportart, die regelmäßiges Training erfordert, aber enorme Vorteile bietet. Die Geschichte der Gymnastik in Hamburg reicht weit in die Vergangenheit zurück. Hier einige interessante Fakten. Mehr Informationen auf ihamburg.eu.
Ein wenig über Gymnastik
Gymnastische Übungen sind bereits aus der Antike bekannt. Ägypter, Perser, Assyrer und Vertreter anderer antiker Kulturen widmeten der körperlichen Erziehung besondere Aufmerksamkeit. Sie praktizierten gymnastische Übungen wegen ihrer gesundheitlichen und heilenden Wirkung. Im alten China gab es vor Tausenden von Jahren ein tägliches Übungssystem zur Förderung der Gesundheit.
Die moderne Gymnastik unterscheidet sich in Übungen, Accessoires und Geräten grundlegend von den Ursprüngen. Eines bleibt jedoch unverändert: der Nutzen dieser Sportart. Gymnastik hilft:
- die Flexibilität zu entwickeln,
- die Haltung zu verbessern,
- die Muskulatur zu stärken,
- die Koordination zu fördern,
- das zentrale Nervensystem zu stärken
- und vieles mehr.
Es gibt verschiedene Arten von Gymnastik: sportliche, rhythmische, akrobatische und Zirkusgymnastik. Die populärste Richtung ist die Sportgymnastik. Seit 1903 finden jährlich Weltmeisterschaften in Sportgymnastik statt, an denen Vertreter verschiedener Länder teilnehmen.
In Hamburg gibt es professionelle Turner, Amateurturner, die „für sich selbst“ trainieren, und Menschen, die die Entwicklung dieser Sportart gerne beobachten. Die Geschichte der Gymnastik an der Elbe ist besonders faszinierend.
Der Hamburger Turnverein

Der Hamburger Turnverein wurde 1816 gegründet. Er gilt als der älteste Turnverein der Welt und ist bis heute aktiv. Während er heute viele Sportarten abdeckt, wurde er im 19. Jahrhundert speziell für die Gymnastik gegründet.
Die Gründer, der junge Kaufmann Beneke aus Berlin und der lokale Geschäftsmann Carl Krutisch, wollten Sportler und Turner zusammenbringen und Interessierten professionelles Training ermöglichen. Sie sahen in der Gymnastik eine Sportart, die nicht nur den Körper, sondern auch den Charakter formt, und damit die Stimmung und den Geist des deutschen Volkes positiv beeinflusst.
In den ersten Jahrzehnten nach seiner Gründung wurde der deutsche Turnsport jedoch verboten und verfolgt, da er mit Politik assoziiert wurde. Erst 1848 wurden die meisten Verbote aufgehoben. In Hamburg und anderen deutschen Städten fanden daraufhin Turnfeste unter dem Zeichen der nationalen Einheit statt.
Ein rascher Aufschwung des Hamburger Turnvereins erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis 1926 gab es über zehn Abteilungen, getrennt nach Männern, Frauen, Kindern und Jugendlichen. In Fuhlsbüttel fanden gemischte Outdoor-Trainings für verschiedene Abteilungen statt.
Klassisches Turntraining umfasste Fechten und Mannschaftsspiele. Darüber hinaus konnten Mitglieder Tennis, Schwimmen und später auch Fußball, Handball und andere beliebte Sportarten betreiben. Doch die professionelle Turnerausbildung blieb eine zentrale Aufgabe des Vereins.
Gymnastik in Hamburg heute
Heute ist der Hamburger Turnverein ein vielseitiger Sportclub mit mehr als 5000 Mitgliedern. Er besitzt mehrere große Zentren, Stadien, Fitnessstudios und andere Einrichtungen. Eines hat sich nicht geändert: die erfahrenen Trainer in der Sportgymnastik.
Für das Training stehen den Mitgliedern die besten Geräte zur Verfügung. Während Turner im 19. und 20. Jahrhundert auf Matten trainierten, bietet der Verein heute moderne Geräte, Stretching-Stangen, Bänder, Keulen und andere professionelle Accessoires.

Doch im 21. Jahrhundert ist es nicht mehr erforderlich, Mitglied des Hamburger Turnvereins zu sein, um Gymnastik zu lernen. Viele Sportclubs und Studios in Hamburg bieten Gymnastikkurse an. Beliebt sind beispielsweise:
- Hamburg-St. Pauli Turnverein: Der Club bietet Kurse für alle Altersgruppen an, darunter auch Gymnastik für Mütter mit kleinen Kindern im Alter von 0 bis 7 Jahren.
- Turnclub Hamburg: Turner dieses Clubs nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben in Sport- und rhythmischer Gymnastik teil.
- Altonaer Turnverband: Diese beliebte Sporthalle bietet Gymnastikkurse sowie verwandte Sportarten wie Fitness, Pilates und Stretching an.
Die Hamburger sehen Gymnastik heute als Sport, der zur umfassenden körperlichen Entwicklung beiträgt, den Körper formt und attraktiv macht. Doch die Geschichte zeigt, wie die Gymnastik mit Verboten konfrontiert wurde, mit Politik verknüpft war und welchen Beitrag der Hamburger Turnverein zu ihrer Popularität leistete.