18 April 2026

Das Archäologische Museum Hamburg – eine Möglichkeit, die Vergangenheit zu berühren

Related

Share

Hamburg zieht Touristen aus aller Welt an. Die Stadt an der Elbe ist berühmt für den größten Hafen Europas, ihre städtischen Kanäle und Uferpromenaden, die Elbphilharmonie, die oft als „achtes Weltwunder“ bezeichnet wird, sowie eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten. Neben den weithin bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es auch solche, die bei Touristen gerade erst an Beliebtheit gewinnen. Eine davon ist das Archäologische Museum Hamburg (ehemals Helms-Museum). Es wird sowohl von Touristen als auch von Einheimischen besucht und ist für Erwachsene wie für Kinder gleichermaßen interessant. Erfahren wir mehr darüber. Weiter auf ihamburg.eu.

Die Geschichte des Museums

Die Geschichte des Archäologischen Museums Hamburg beginnt im fernen Jahr 1898. Damals gründete der herausragende Archäologe August Helms den Museumsverein für die Stadt und den Landkreis Harburg. Die ersten Ausstellungsräume wurden in einer Schule am zentralen Platz der Stadt, direkt neben dem Rathaus, eröffnet. Schon nach wenigen Jahren hatte sich die Zahl der Exponate vervielfacht, weshalb der Museumsverein in ein anderes gemietetes Gebäude umzog und dort bereits mehr als 10 Räume belegte.

Im Jahr 1925 fand ein weiterer Umzug statt, diesmal jedoch in ein eigenes Gebäude. Dieses hatten die Kinder von August Helms dem Museumsverein vermacht. Nach dem Umzug erhielt die Einrichtung den Namen Helms-Museum. Zu diesem Zeitpunkt waren dort bereits zehntausende Exponate versammelt. Wirkliche Bekanntheit erlangte das Museum jedoch erst in den 1940er Jahren. Es wurde von Willi Wegewitz geleitet, einem berühmten Archäologen, der im Museum ein Forschungszentrum einrichtete. Im Laufe der Jahrzehnte seiner Tätigkeit sorgte er dafür, dass das Helms-Museum nationale und internationale Anerkennung fand.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Museumsgebäude stark beschädigt. 1955 wurde dann das heutige Gebäude errichtet. Es war der erste große Museumsbau dieses Formats im Nachkriegsdeutschland.

Nach einer umfassenden Rekonstruktion wurde das Archäologische Museum 2009 wiedereröffnet. Es erregte sofort die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, da es den Besuchern die Möglichkeit bot, tief in die Atmosphäre der Vergangenheit einzutauchen. Dafür wurden interaktive archäologische Exponate präsentiert, die man nicht nur berühren, sondern mit denen man zum Teil auch interagieren kann. Das erneuerte Museum wurde weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. So entwickelte sich dieser Ort schnell zu einem beliebten Ziel für Touristen.

Ausstellungen und Exponate

Das Archäologische Museum Hamburg besteht aus zwei großen Ausstellungsbereichen. Im ersten befindet sich ein Teil der Exponate sowie ein Theater. Im zweiten sind die ständigen archäologischen Ausstellungen untergebracht. Ursprünglich wollte August Helms einen Raum schaffen, der dazu beitragen sollte, die Geschichte der preußischen Stadt Harburg zu bewahren. Bis heute ist eine der Ausstellungen nach wie vor der Geschichte Hamburgs gewidmet. Insgesamt beherbergt das Museum jedoch bereits über 2,5 Millionen Objekte, und die Sammlungen werden ständig erweitert. Sie wurden nach Kategorien geordnet, wodurch separate Ausstellungen entstanden sind, wie beispielsweise eine Gemäldesammlung, eine Sammlung militärischer Attribute und weitere Themenbereiche.

Besonderes Interesse weckt bei den Besuchern die virtuelle Reise zu den Gletschern. Die Museumsgäste können nicht nur interessante Informationen über dieses Naturphänomen erfahren, sondern es auch mit eigenen Augen sehen, da weiße Eisblöcke hinter Glasvitrinen ausgestellt sind. Darüber hinaus zieht die Ausstellung, die dem Leben unserer Vorfahren gewidmet ist, oft junge Archäologie-Liebhaber an. Die Besucher können künstlich angelegte Höhlen bestaunen, die mit Höhlenmalereien und anderen charakteristischen Merkmalen jener Zeit detailgetreu ausgestattet sind.

Das Archäologische Museum ist auch dafür bekannt, dass hier regelmäßig Bildungsveranstaltungen stattfinden. Kinder, die sich für Archäologie begeistern, kommen besonders gerne hierher. Für sie gibt es spezielle Programme, die nicht nur neues Wissen vermitteln, sondern es ihnen auch ermöglichen, sich wie echte Archäologen zu fühlen, die an Ausgrabungen und Forschungen teilnehmen. Ebenso werden spezielle Veranstaltungen im Rahmen der Eröffnung neuer Ausstellungen organisiert.

Weitere interessante Museen in Hamburg

Für Liebhaber von kulturellen Einrichtungen und alle, die gerne Neues entdecken, könnten auch Informationen über andere beliebte Museen in Hamburg nützlich sein. Hier sind einige davon:

  • Internationales Maritimes Museum. In Hamburg befindet sich einer der größten Häfen Europas, und die Stadt wird von unzähligen Kanälen und Flüssen durchzogen. Es überrascht also nicht, dass hier ein Museum gebaut wurde, das dem Element Wasser und allem, was damit zusammenhängt, gewidmet ist. Es besteht aus 9 Etagen, die als Decks gestaltet sind. Der besondere Stolz des Museums ist die beeindruckende Schiffsmodellsammlung, darunter auch antike Schiffe aus Elfenbein.
  • Museum der Illusionen. Dieses Museum führt die Besucher in die faszinierende Welt der optischen Täuschungen ein. Es ist interaktiv aufgebaut, sodass die Gäste die Exponate nicht nur betrachten, sondern aktiv mit ihnen interagieren und unvergessliche Fotos machen können. Zudem werden hier Lernspiele und andere lehrreiche Aktivitäten organisiert.
  • Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (ehemals Museum für Völkerkunde). Es wird oft als ein Ort bezeichnet, an dem „die Geschichte lebendig wird“. Es wurde 1879 eröffnet, also noch vor dem Archäologischen Museum Hamburg. Seine aktivste Entwicklungsphase erlebte es jedoch in den 1990er Jahren. Seitdem helfen die Ausstellungen und Exponate des Museums dabei, nicht nur die Kulturgeschichte der Bewohner der Elbstadt kennenzulernen, sondern auch die Kulturen verschiedenster Völker der Welt zu entdecken.
  • Museum für Hamburgische Geschichte. In dieser traditionsreichen Einrichtung werden zehntausende seltene Objekte aufbewahrt, die bis an die Zeit des Mittelalters erinnern. Das Geschichtsmuseum führt die Besucher anschaulich durch die gesamte Entwicklung der Stadt – von ihrer Gründung bis in die heutige Zeit.
... Copyright © Partial use of materials is allowed in the presence of a hyperlink to us.