9 Februar 2026

Wie Kaffee in Hamburg zu einem beliebten Getränk wurde: Geschichte, Fakten und Ereignisse

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Jeden Tag beginnen die meisten Menschen in Hamburg ihren Morgen mit einer Tasse Kaffee. Eine heiße Tasse des koffeinhaltigen Getränks ist für einen schwungvollen Start in den Tag unverzichtbar. Kaffee gilt auch als eine der beliebtesten Genüsse der Hansestadt. Mehr auf ihamburg.eu.

Kaffee gehört zu Hamburg wie die Uferpromenade oder der Hafen. Und das ist wahr, denn die Metropole ist ein bedeutender Ort der Kaffeeverarbeitung weltweit. Über Jahrhunderte hinweg war die Stadt einer der wichtigsten Umschlagplätze für Kaffee. Jedes Jahr kommen über den Hafen von Hamburg 700.000 Tonnen Rohkaffeebohnen in großen Containern an, die die Hamburger Röstereien versorgen. Deshalb kann man in der Stadt frisch gerösteten Kaffee kaufen oder einfach in einem Café ein köstliches Getränk genießen.

Ein Blick in die Geschichte

Johann Joachim Darboven gründete 1866 in Hamburg ein Unternehmen, das als erstes gerösteten Kaffee in Beuteln und Zuckerwürfel anbot. Heute wird das Unternehmen in der vierten Generation von Albert Darboven geleitet. Zu Beginn des Unternehmens, Mitte des 19. Jahrhunderts, eröffnete der junge Kaufmann ein Geschäft, in dem er Brot, Milch, verschiedene Waren und ungeröstete Kaffeebohnen verkaufte.

Sein Ziel war es, die Hamburger Bevölkerung und die umliegenden Gebiete mit geröstetem und verpacktem Kaffee zu versorgen. Zudem schnitt er Zucker in Würfel und lieferte ihn zusammen mit dem Kaffee. Nach drei Jahren bot das Unternehmen „J. J. Darboven“ bereits 144 verschiedene Kaffeesorten an. Nach dem Tod des Gründers im Jahr 1909 führten seine Söhne Cäsar und Arthur das Unternehmen weiter. Der Erste Weltkrieg stellte das Geschäft vor Herausforderungen, die durch die Idee gelöst wurden, Zichorien, Getreide, gehackte Rüben und geröstete Feigen als vorübergehenden Kaffeesatz zu verwenden.

In den 1920er Jahren entwickelten Professor Karl Lendich und Arthur Darboven ein patentfähiges Verfahren, das Kaffee magenfreundlicher machte, ohne die anregende Wirkung des Koffeins zu verlieren. 1915 wurde die Marke „Idee“ ins Leben gerufen, die später als „Idee-Kaffee“ bekannt wurde. Sie wurden Marktführer, und das Unternehmen benötigte eigene Produktionskapazitäten. In jedem zweiten Lokal in Hamburg wurde Darboven-Kaffee serviert. Seitdem ist die Stadt ohne eine köstliche Tasse Kaffee kaum vorstellbar.

Kaffeeverkostung

Eine interessante Tatsache ist, dass das erste Café in Hamburg 1677 eröffnet wurde, nachdem Händler von ihren Reisen von einem erstaunlichen Getränk aus dem Ausland berichteten. In der modernen Hansestadt sind Kaffeeverkostungen ein besonderes Erlebnis. Der beliebteste Ort dafür ist die Speicherstadt. Dort befinden sich die Deutsche Kaffeevereinigung sowie bekannte Kaffeehändler und -röster wie „Tchibo“, „Darboven“ und „Neumann Kaffee Gruppe“. In diesem Viertel wurden über Jahrhunderte hinweg Bohnen aus aller Welt gelagert.

Touristen und Einheimische sind auch im Hamburger Kaffeemuseum herzlich willkommen. Das Museum hat eine besondere Geschichte und eine einzigartige Sammlung. Die Geschichte des Museums begann 1896, als im Café „Hansen & Studt“ an der St. Annen Promenade Kaffee gelagert und verarbeitet wurde. 1923 eröffnete die Familie Burg ein Kaffeegeschäft mit einer Rösterei und baute eine beeindruckende Sammlung auf. Nach einem Rundgang durch das Museum können Besucher den Laden und das Café auf dem Gelände des Hotels besuchen.

Die Kaffeeindustrie in Hamburg hat einen langen Weg zurückgelegt, bis der köstliche Kaffee für fast jeden erschwinglich wurde. Die Stadt ist nach wie vor das Handelszentrum für Kaffee in Europa, und man kann den duftenden Kaffee an jeder Ecke genießen. Es wird angenommen, dass jeder Deutsche pro Jahr über 160 Liter Kaffee trinkt. Für die Hamburger ist Kaffee mehr als nur geröstete Bohnen – es ist ein echter Genussmoment im schnellen Rhythmus des Alltags.

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