9 Februar 2026

Wie ein Professor der Universität Hamburg Lenins Arzt wurde

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Zu den bedeutendsten Neurologen des 20. Jahrhunderts zählt der Hamburger Arzt Max Nonne. Nur wenige wissen, dass Max Nonne nicht nur einen großen Beitrag zur modernen Neurologie und Medizin leistete, sondern auch einer der Ärzte Lenins war. Dies unterstreicht seinen außergewöhnlichen beruflichen Ruf.

Obwohl Max Nonne zu seiner Zeit bekannt und populär war, sind heute nur noch Fachleute mit seinem Leben und Werk vertraut. In diesem Artikel auf ihamburg.eu beleuchten wir die interessantesten Fakten aus dem Leben von Max Nonne.

Biografische Angaben

Max Nonne wurde am 13. Januar 1861 in Hamburg geboren. Seine medizinische Ausbildung absolvierte er an den renommierten Universitäten in Berlin, Heidelberg und Freiburg. Schon als Student war er Mitglied der Hamburger Gesellschaft, was ihm Zugang zu den besten deutschen Medizinern verschaffte. 1884 promovierte Max Nonne erfolgreich und erlangte seinen Doktortitel.

Nach dem Studium arbeitete er als Assistent an der medizinischen Klinik in Heidelberg. Allerdings hatte Nonne schon früh den Wunsch, eigenständig zu forschen und Krankheiten zu studieren. Während seiner Studienzeit entdeckte er seine Leidenschaft für die Neurologie und entschied, sein Leben diesem Fachgebiet zu widmen. Zwei Jahre später nutzte er die Gelegenheit zu einer Studienreise nach Frankreich, wo er mit führenden Neurologen seiner Zeit zusammenarbeitete. Diese Erfahrung legte den Grundstein für Nonnes Karriere und eröffnete ihm neue Möglichkeiten in der Medizin.

Nach seiner Rückkehr übernahm er die Leitung der neurologischen Abteilung des Eppendorfer Krankenhauses.

1913 begann Max Nonne seine Lehrtätigkeit an der Universität Hamburg, wo er Professor für Neurologie wurde.

Die bedeutendsten medizinischen Forschungen von Max Nonne

Max Nonne war einer der herausragendsten Neurologen seiner Zeit. Er untersuchte Krankheiten wie die Nonne-Marie-Krankheit, Multiple Sklerose, neurologische Erkrankungen durch Alkoholmissbrauch und Schäden peripherer Nerven. Besonders hervorzuheben ist seine Forschung zu syphilisbedingten neurologischen Erkrankungen, bei denen er zahlreiche Symptome dokumentierte.

Seine Studien ermöglichten die Entwicklung effektiver Behandlungsmethoden für Syphilispatienten. Als progressiver Arzt war Max Nonne viele Jahre Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. 1926 übernahm er zudem die Position des Herausgebers der Zeitschrift für Neurologie.

Mit 73 Jahren ging Max Nonne offiziell in den Ruhestand, setzte aber seine Forschung fort. In Südafrika untersuchte er weitere neurologische Erkrankungen und hielt in Hamburg bis zu seinem 95. Lebensjahr Vorträge und organisierte öffentliche Veranstaltungen.

Max Nonne und Lenin

Max Nonne galt zu seiner Zeit als einer der besten Spezialisten auf dem Gebiet der Neurologie. 1923, als sich Lenins Gesundheitszustand rapide verschlechterte, wurde Nonne eingeladen, ihn zu untersuchen. Der renommierte Arzt reiste nach Russland, um den Zustand Lenins zu beurteilen.

Es existieren bis heute zahlreiche Theorien über die Todesursache Lenins. Viele vermuten, dass Syphilis der Grund war. Lenin selbst soll überzeugt gewesen sein, dass die Krankheit ihn ins Grab bringen würde.

Um seinen Zustand zu beurteilen und eine Diagnose zu stellen, wurde in Moskau ein Team internationaler Neurologen und Ärzte versammelt. Max Nonne besuchte Lenin mehrfach, um bei der Behandlung zu helfen. Nonne vertrat jedoch die Ansicht, dass Lenin nicht an Syphilis litt.

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