Klaus Püschel ist ein deutscher Arzt, Rechtsmediziner und renommierter Dozent an der Universität Hamburg. Seine Studenten vergleichen ihn oft mit den besten forensischen Ermittlern aus berühmten Filmen. Klaus Püschel hat nahezu sein ganzes Berufsleben der Rechtsmedizin gewidmet. Während ihn manche als Skeptiker und kaltblütig bezeichnen, sehen ihn andere als einen der besten forensischen Experten. Hier erfahren Sie mehr über den berühmten Professor aus Hamburg und seine Tätigkeit. Mehr dazu auf ihamburg.eu.
Die Berufswahl
Klaus Püschel wurde 1952 in Hamburg geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er ein Studium an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er fast sieben Jahre studierte. Diese Hochschule ist bekannt für die Ausbildung von Fachkräften in Medizin und Zahnmedizin. Sie verfügt über eine Klinik, in der die Studierenden praktische Erfahrungen sammeln können. Püschel schloss sein Studium mit hervorragenden Leistungen ab und promovierte.
Die Fachrichtung der Rechtsmedizin ist sehr spezifisch, und nicht alle jungen Mediziner sind bereit, ihr Leben diesem Bereich zu widmen. Püschel jedoch hatte eine andere Sichtweise. Er war immer daran interessiert, wie die gründliche Untersuchung Verstorbener der Gesellschaft nützen kann. Während seines Studiums in Hannover wurde ihm klar, dass die Rechtsmedizin immense Vorteile bietet, nicht nur bei der Verfolgung und Bestrafung von Straftätern, sondern auch bei der Aufklärung von Fakten, die helfen, tödliche Prozesse zu vermeiden.
Als Klaus Püschel vor der Wahl seiner Fachrichtung stand, schwankte er zwischen Sportmedizin und Rechtsmedizin. Letztlich entschied er sich für die Rechtsmedizin, da er diesen Bereich als nützlicher, interessanter und zukunftsträchtiger empfand. So widmete er sein Leben der Rechtsmedizin.
Berufliche Tätigkeit
Nach seinem Abschluss an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitete Klaus Püschel am Institut für Rechtsmedizin in Hamburg, dessen Leitung er von 1991 bis 2020 innehatte. Zudem wurde ihm der Professorentitel verliehen, und er wurde eingeladen, den Lehrstuhl für Rechtsmedizin an der Universität Essen zu übernehmen.
Sein berufliches Credo, das er seinen Studenten vermittelt, lautet: „Die Untersuchung der Toten lehrt uns, Leid zu lindern und Leben zu retten.“ Während seiner jahrzehntelangen Lehrtätigkeit hat er Tausenden von Studenten geholfen, ihre berufliche Richtung zu finden und ihre Leidenschaft für bestimmte medizinische Fachgebiete zu entdecken.
Klaus Püschel war an der Aufklärung von Mordfällen und anderen schweren Verbrechen beteiligt, darunter viele aufsehenerregende Fälle. Er arbeitete in verschiedenen deutschen Städten sowie in vielen anderen Ländern. In den 2000er Jahren begann Püschel, archäologische Funde zu untersuchen, was zu bedeutenden wissenschaftlichen Entdeckungen führte.
Nach seiner Pensionierung im Jahr 2020 setzt er seine Lehrtätigkeit fort und verfasst weiterhin Bücher.
Klaus Püschel und COVID-19

Bekannt wurde Klaus Püschel auch während der COVID-19-Pandemie. Er war einer der ersten Ärzte in Europa, der erklärte, dass das Virus allein nicht die Todesursache sei. Nach eigenen Untersuchungen stellte er fest, dass tödliche Verläufe bei COVID-19-Infektionen meist bei Menschen auftraten, die bereits schwere, oft chronische Vorerkrankungen hatten.
Püschel arbeitete eng mit Politikern zusammen, klärte die Öffentlichkeit auf und erklärte die tatsächlichen Gefahren der Pandemie. Dadurch konnten in Deutschland angemessene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Hamburg zählte im Jahr 2020 zu den Städten mit den niedrigsten COVID-19-Fallzahlen.
Die weltweite Pandemie war jedoch nicht das einzige große Thema, mit dem sich Püschel beschäftigte. Er widmete sich intensiv dem plötzlichen Kindstod, den Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf den Körper, der DNA-Speicherung und anderen Fragen. Seine Forschungsergebnisse haben der Gesellschaft erheblich genützt.