9 Februar 2026

Ehrenamtliches Engagement in Hamburg – Gutes tun in der Großstadt

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Freiwillige Helfer sind Menschen, die sich ehrenamtlich und ohne Bezahlung für wohltätige Zwecke einsetzen. Sie engagieren sich entweder allein oder in Vereinen und Organisationen, um bedürftigen Menschen, Geflüchteten oder anderen benachteiligten Gruppen zu helfen. In der Hansestadt Hamburg gibt es zahlreiche Initiativen, die umfassende Unterstützung anbieten. Wer sind diese Organisationen, und wie lange gibt es in Hamburg schon das Ehrenamt? Mehr dazu auf ihamburg.eu.

Die Geschichte des Ehrenamts in Hamburg

Der Begriff „Ehrenamt“ tauchte in Deutschland – wie in vielen anderen europäischen Ländern – bereits im 17. Jahrhundert auf. Damals wurde der Begriff vor allem für freiwillige Soldaten verwendet, die ohne festen Lohn, aber mit Aussicht auf Beute an Kriegszügen teilnahmen.

Das moderne Verständnis von ehrenamtlicher Arbeit entwickelte sich im 19. Jahrhundert, als sich die ersten freiwilligen Organisationen gründeten. Ihre Mitglieder halfen unentgeltlich in Krankenhäusern, leisteten Bildungsarbeit und unterstützten sozial schwache Familien. Besonders in Hamburg spielte das Ehrenamt schon früh eine große Rolle:

  • 1788 gründete ein wohlhabender Hamburger Kaufmann die erste offiziell registrierte Fürsorgeeinrichtung der Stadt.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hamburg auf freiwillige Helfer angewiesen, um die zerstörte Stadt wiederaufzubauen.
  • Heute gibt es in Hamburg unzählige private und staatliche Hilfsorganisationen, die sich immer neuen gesellschaftlichen Herausforderungen anpassen.

Die größte Ehrenamtsorganisation Hamburgs

Die derzeit größte ehrenamtliche Organisation der Stadt ist der „ASB Hamburg-Nordost“. Die Wurzeln dieser Initiative reichen bis 1907 zurück, als sich in Hamburg die erste große Arbeiter-Samariter-Bewegung gründete. Ihr ursprüngliches Ziel war es, medizinische Notversorgung nach Unfällen zu leisten.

Während des Ersten Weltkriegs kümmerte sich der Verband um verwundete Soldaten, und nach Kriegsende schlossen sich immer mehr Sanitäter und Rettungskräfte der Bewegung an. Auch Freiwillige ohne medizinische Ausbildung waren willkommen und wurden von den „Samaritern“ geschult.

Während der NS-Zeit wurde die Organisation verboten, doch nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie ihre Arbeit wieder auf. Heute bietet der ASB Hamburg-Nordost eine breite Palette an Hilfsleistungen, unter anderem für:

  • Geflüchtete und Migranten
  • Menschen mit Demenz oder schweren Erkrankungen
  • Alleinerziehende und kinderreiche Familien
  • Senioren mit Pflegebedarf
  • Jugendliche und junge Erwachsene
  •  Personen mit rechtlichen oder sozialen Problemen
  • Opfer häuslicher Gewalt
  • Obdachlose und sozial Schwache

Weitere ehrenamtliche Organisationen in Hamburg

Neben dem ASB gibt es viele weitere Organisationen, die sich für Bedürftige einsetzen. Hier einige Beispiele:

  • Nordherz – Initiativen für Geflüchtete, Menschen mit Krankheiten, Studierende, Schwangere und junge Mütter. Die Organisation hilft zudem bei Sprachkursen und Integrationsprogrammen.
  • Hanseatic Help – Begann als Kleider- und Schuhspenden-Projekt, entwickelte sich aber dank vieler Unterstützer zu einer breiten Hilfsplattform für ganz Hamburg.
  • Tafel Hamburg – Betreibt über 30 Lebensmittelausgabestellen in verschiedenen Stadtteilen. Die Helfer sammeln überschüssige Lebensmittel aus Supermärkten und verteilen sie an sozial schwache Menschen.
  •  MahlZEIT – Bietet Obdachlosen nicht nur Frühstück und Mittagessen, sondern auch Duschmöglichkeiten, eine Wäscherei und kostenlose medizinische Versorgung in Kooperation mit „Hamburg Health Mobile“.

Hamburgs Bürger packen mit an

Im Jahr 2024 engagierten sich über 30 % der Hamburger in ehrenamtlichen Projekten – das bedeutet, jeder dritte Einwohner der Stadt setzt sich für wohltätige Zwecke ein. Ob mit Zeit, Spenden oder tatkräftiger Unterstützung – Hamburg bleibt eine Stadt, die soziales Engagement und Nächstenliebe großschreibt.

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