Der Reitsport umfasst mehr als zehn verschiedene Disziplinen, darunter Rennen, gymnastische Übungen, Sportspiele und vieles mehr. Der Umgang mit Pferden wurde bereits in der fernen Vergangenheit erlernt, da diese Tiere als besonders lernfähig galten. Zunächst waren Pferderennen vor allem in England populär, weshalb dieses Land als die Heimat des Reitsports gilt. Doch im 19. Jahrhundert wuchs das Interesse an Springreiten auch in anderen Ländern.
Im Jahr 1900 wurde der Reitsport ins Programm der Olympischen Spiele aufgenommen. Zu dieser Zeit war er bereits in vielen europäischen Ländern beliebt, darunter auch in Deutschland. Hamburg galt als die „englischste“ Stadt Deutschlands. Werfen wir einen Blick darauf, wie sich der Reitsport in der Stadt an der Elbe entwickelt hat. Mehr dazu auf ihamburg.eu.
Wie wurde der Reitsport populär?
Der Reitsport wurde im 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil des sportlichen Lebens in Hamburg. Im Jahr 1840 begann man in der Stadt mit der Zucht von Vollblütern, die an Rennen teilnahmen. Seit dem 19. Jahrhundert bis heute finden in Hamburg verschiedene Reitsportveranstaltungen statt, darunter:
- Rennen. Dies sind Wettkämpfe, bei denen zwei oder mehr Pferde, meist mit Reitern, gegeneinander antreten. Sie können auf ebenem Gelände stattfinden oder durch Hindernisse erschwert werden. Die ersten Pferderennen in Hamburg fanden 1835 statt. 20 Jahre später wurde eine spezielle Rennbahn mit einer Tribüne gebaut, die über tausend Zuschauer fasste.
- Trabrennen. Um einem Pferd das Traben beizubringen und es qualitativ hochwertig auszuführen, sind spezielle Techniken erforderlich. 1911 wurde in Hamburg eine Trabrennbahn eröffnet. Der Norddeutsche Trab- und Rennverein, der von Hamburgern geleitet wurde, organisierte hier Schulungen, Trainings, Rennen und Wettkämpfe.
- Springreiten und Dressur. Springreiten gilt als die spektakulärste Disziplin im Reitsport. Es handelt sich um Wettkämpfe, bei denen Hindernisse überwunden werden müssen. Sowohl die Pferde als auch die Reiter werden sorgfältig darauf vorbereitet. Das erste Derby im Springreiten und in der Dressur fand 1920 in Klein Flottbek statt.
Besondere Merkmale des Derbys in Klein Flottbek

Klein Flottbek ist ein Vorort von Hamburg, der für das jährlich stattfindende deutsche Derby im Springreiten und in der Dressur bekannt ist. Dieses Turnier ist bei Reitsportliebhabern aus aller Welt beliebt. Es hat seinen eigenen Charme und Traditionen, die Sportler und Zuschauer gleichermaßen anziehen. Jedes Jahr kommen Zehntausende von Zuschauern nach Klein Flottbek, und die Karten für die Veranstaltungen sind oft Monate im Voraus ausverkauft.
Das Hamburger Derby gilt als das schwierigste Derby der Welt. Die Strecke, auf der die Wettkämpfe stattfinden, ist 1.250 Meter lang. Interessant ist, dass die Strecke erstmals 1920 entworfen wurde. Sie zeichnet sich durch natürliche Hindernisse aus, die durch die Besonderheiten der Landschaft entstanden sind. Seitdem haben sich die Hindernisse kaum verändert, lediglich die Länge einiger wurde verlängert, um den Fortschritt im Training der Pferde zu demonstrieren.
Eines der bekanntesten natürlichen Hindernisse auf der Strecke in Klein Flottbek ist die „Große Mauer“. Sie ist 3,5 Meter hoch und wird durch einen steilen Abhang (fast 90 Grad) erschwert. An dieser Stelle haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Insgesamt gibt es auf der Strecke mehr als 20 Sprünge und 17 Hindernisse.
Der Hamburger Reitclub
Der Hamburger Reitclub ist eine moderne, offene und zugängliche Organisation, die Reitsportliebhaber aus ganz Norddeutschland anzieht. Der Club hat eine reiche Geschichte, denn er wurde bereits 1908 gegründet. Damals befand sich das Reitzentrum in der Sierichstraße. Es war mit allem ausgestattet, was für das Training notwendig war: eine große Stallung, bequeme Umkleideräume und professionelle Ausrüstung. In den ersten Jahren nahmen hauptsächlich Erwachsene am Clubleben teil, doch bald begann die Stadtverwaltung, auch bei jungen Hamburgern das Interesse am Reitsport zu fördern.
Der Hamburger Reitclub entwickelte sich recht erfolgreich, erlitt jedoch während des Zweiten Weltkriegs große Verluste. Die Ausbilder, Stallburschen und andere Mitarbeiter wurden in den Krieg geschickt. Die Pferde wurden für militärische Zwecke beschlagnahmt. Und der Ort, an dem die Trainings stattfanden, wurde durch Bomben zerstört. Glücklicherweise konnte der Club wieder aufgebaut und das Gelände erweitert werden. 1977 zog der Club um und befindet sich heute in der Ohechaussee.
Der Hamburger Reitclub heute

Heute sind die meisten Reitsportliebhaber Mitglieder des Hamburger Reitclubs. Hier werden Pferde und Reiter auf Wettkämpfe vorbereitet. Doch immer mehr Hamburger besuchen den Club, um die Ruhe in der Natur und die Nähe zu den schönen Pferden zu genießen. Alle Interessierten können:
- Reitstunden nehmen. Für manche ist es eine Möglichkeit, sich zu entspannen oder einem Hobby nachzugehen. Andere möchten etwas Neues ausprobieren. Ein Reitkurs kann auch eine originelle Idee für ein romantisches Date oder einen Ausflug mit Freunden sein.
- Therapeutisches Reiten nutzen. Professionelle Ausbilder und geschulte Tiere arbeiten mit Menschen mit Behinderungen. Reittherapien werden auch oft Menschen empfohlen, die ihre psychische Gesundheit wiederherstellen möchten.
Veranstaltungen des Hamburger Reitclubs besuchen. Hier finden regelmäßig Festivals, Wettbewerbe und Turniere statt, zu denen alle eingeladen sind. Auch private Feierlichkeiten können auf dem Clubgelände organisiert werden.