9 Februar 2026

Biografie von Arthur Schopenhauer — Der Philosoph aus Hamburg

Related

Bernhard Nocht und seine Leistungen in der Tropenmedizin

Im Jahr 1892 erlebte Hamburg eine epidemiologische Apokalypse. Die...

Wie Hamburg COVID-19 überstanden hat

Die COVID-19-Pandemie war für viele Städte eine Bewährungsprobe, aber...

Medizinische Hilfe für Geflüchtete in Hamburg

Geflüchtete (insbesondere aus der Ukraine), die nach Hamburg kommen,...

Geschichte und Besonderheiten der Asklepios Klinik Altona

Ein Krankenhaus ist ein seltsamer Ort. Bei manchen weckt...

Share

Die Lebenszeit von Arthur Schopenhauer in Hamburg fiel auf seine Jugendjahre. Möglicherweise konnte er deshalb keine bedeutenden Werke hinterlassen. Dennoch darf nicht ignoriert werden, dass in der Hansestadt ein großer Philosoph lebte, der die Weltphilosophie revolutionierte. Weiter auf ihamburg.eu.

Indem er sich auf den transzendentalen Idealismus von Immanuel Kant stützte, entwickelte der Philosoph ein atheistisch-metaphysisches und ethisches System, das sich von den zeitgenössischen Ideen des deutschen Idealismus abwandte.

Der Weg zur Lebensaufgabe

Arthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in Danzig geboren. Als die Stadt 1793 unter die Souveränität Preußens fiel, zog die Familie nach Hamburg, Arthur war damals erst fünf Jahre alt. Die Familie fand eine Unterkunft im heutigen Speicherstadt-Viertel, in der Straße Neuer Wandrahm 92. Im Hause Schopenhauer verkehrten bekannte Dichter, Wissenschaftler, Künstler, Diplomaten und Vertreter der Hamburger Handelselite. Während die Eltern ihre Bekanntheit genossen, war der junge Arthur oft allein und wurde von Kindermädchen betreut.

Im Jahr 1797 wurde Arthur nach Le Havre geschickt, wo er zwei Jahre bei der Familie des Geschäftspartners seines Vaters, Grégoire de Blésimaire, lebte. Dort lernte er fließend Französisch und schloss eine lange Freundschaft mit dem gleichaltrigen Jean-Antoine Grégoire de Blésimaire. 1803 schloss er sich seinen Eltern an, die auf einer Weltreise durch die Niederlande, Großbritannien, Frankreich, die Schweiz, Österreich und Preußen waren. Sein Vater gab ihm die Wahl, sich entweder auf die Universität vorzubereiten oder die Reise fortzusetzen und später eine kaufmännische Ausbildung zu beginnen.

Nach dem Tod seines Vaters investierte Arthur Schopenhauer das geerbte Geld klug in Staatsanleihen, die ihm jährlich Zinsen einbrachten, die höher waren als das Gehalt eines Universitätsprofessors. Zwei Jahre lang beschäftigte er sich mit Handel, glaubte aber, für eine wissenschaftliche Laufbahn zu alt zu sein. Seine vorherige Ausbildung war kaufmännisch, und er hatte Schwierigkeiten mit Latein, das für eine akademische Karriere notwendig war.

Bildung

Nach seinem Austritt aus der kaufmännischen Lehre begann Schopenhauer an der Gothaer Gymnasium in Sachsen-Gotha-Altenburg zu lernen. 1809 verließ er Weimar, um Student an der Universität Göttingen zu werden. Er studierte Medizin, Psychologie, Metaphysik und Logik. Ernst Schulze riet ihm, sich auf Immanuel Kant und Platon zu konzentrieren. 1810–1811 verlagerte er seinen Fokus von der Medizin auf die Philosophie und verließ Göttingen, da es dort kein gutes Philosophieprogramm gab.

Später hörte Schopenhauer Vorlesungen von Johann Gottlieb Fichte an der Berliner Universität, äußerte sich jedoch später kritisch über ihn. Arthur wurde zunehmend religionskritisch, neigte zum Atheismus und besuchte philologische Kurse bei Beck, Wolf, Fischer und anderen.

Schopenhauers Werke fanden immer mehr Anklang, und seine Dissertation machte auf Goethe einen positiven Eindruck. Ihre Treffen und Briefe waren für den Philosophen eine große Ehre. Bald begann er mit dem Verfassen der Abhandlung „Über das Sehen und die Farben“. In Weimar lernte er auch Friedrich Mayer kennen, einen Religionshistoriker und Orientalisten. 1851 veröffentlichte er „Parerga und Paralipomena“. Es war sein erstes erfolgreiches Buch, doch größere Popularität erlangten seine Essays. Das Leben des Gelehrten war der Philosophie und dem Schreiben von Büchern gewidmet.

Hamburg im Leben des Philosophen

Für Arthur Schopenhauer war Hamburg die Stadt, in der seine Familie ihre finanziellen Ressourcen einsetzte. In der Hansestadt traf er seine ersten Entscheidungen, lernte den Handel kennen und erwarb Kenntnisse, die ihm ein Leben lang materielle Unabhängigkeit und die Verbreitung seiner philosophischen Ideen ermöglichten.

Nach Arthur Schopenhauer wurde ein malerischer Spazierweg in Hamburg im Stadtteil Ottensen benannt. Der Schopenhauerweg erstreckt sich über die drei Parks Heinepark, Donners Park und Rosengarten und endet am Ludemannsweg. Symbolisch ist, dass dieser Weg mit dem Philosophen verbunden ist, da er gerne auf schönen Wegen spazierte.

....... . Copyright © Partial use of materials is allowed in the presence of a hyperlink to us.