9 Februar 2026

Symbole der Stadt – das Wappen von Hamburg

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Viele Städte in Deutschland haben eine lange Geschichte, die mehrere Jahrhunderte umfasst. Doch nicht jede Stadt kann sich mit offiziellen Symbolen rühmen, die seit 1245 erhalten geblieben sind. Es geht um das Symbol Hamburgs – das alte Wappen. Mehr auf ihamburg.eu.

Die Hansestadt verfügt über drei Wappen, drei Flaggen und zusätzlich ein Wappenzeichen (Symbol), ein Logo und eine Standarte. Das Landeswappen, die Flagge und die Staatsfarben Weiß und Rot wurden in der Verfassung Hamburgs festgelegt. Die Bürger dürfen nur die Flagge und ein Wappen der Stadt frei verwenden.

Historische Informationen

Hamburg entstand 1215 durch den Zusammenschluss der erzbischöflichen Residenz Hammaburg mit der Neustadt, die 1188 von den Grafen von Schaumburg gegründet wurde. Nach der Stärkung der Macht war Hamburg ab dem 14. Jahrhundert faktisch unabhängig. Was die Symbole der Stadt betrifft, so reicht die Herkunft des Wappens bis zu den alten Stadtsiegeln des 12. und 13. Jahrhunderts zurück. Selbst in der Münzprägung wurden Gebäude mit drei Türmen dargestellt, wobei solche Münzen sowohl dem Erzbischof von Bremen als auch den Grafen von Holstein gehörten.

Bereits 1190 unternahmen die Hamburger erste Versuche, sich von der Herrschaft des Grafen zu befreien, und wählten einen unabhängigen Rat. Aus einer Vermittlungsstruktur zwischen Landbesitzern und Bürgertum wurde eine Regierungsstruktur, in der die Bürger vertreten waren. Zu dieser Zeit wurde das Wappen zum Symbol Hamburgs, und die Staatsmacht konnte dessen Gestaltung nicht beeinflussen. Seitdem zeigt das Wappen eine Stadtmauer und eine Festung. Das Tor war manchmal offen, oft jedoch geschlossen dargestellt.

Das Stadtwappen

Tatsächlich gibt es drei Varianten des Stadtwappens, die in unterschiedlichen Situationen verwendet werden. Am bekanntesten ist das Kleine Wappen. Es wird oft auf Postkarten, Souvenirs und Broschüren dargestellt. Es besteht aus einem roten Schild mit einer silbernen Burg und einem geschlossenen Tor. Auf der gezackten Krone befinden sich drei Türme, zwei mit sechszackigen silbernen Sternen und ein zentraler mit einer Kuppel, darüber ein Wappen und ein Kreuz. Die Festung symbolisierte im 16. und 17. Jahrhundert stilisiert die Marienkirche, und die sechszackigen Sterne galten in der deutschen Heraldik als „Sterne der Jungfrau Maria“. Seit dem 18. Jahrhundert haben die einzelnen Elemente jedoch andere symbolische Bedeutungen. Zum Beispiel steht der mittlere Turm mit dem Kreuz für den Glauben, die Seitentürme mit Sternen erinnern daran, dass Hamburg ein Zentrum des Erzbistums war, und das geschlossene Tor symbolisiert die Bereitschaft, die Stadt vor Eindringlingen zu schützen.

Eine zweite Variante ist das Große Wappen Hamburgs, das mehrere Elemente enthält: einen Schild mit einem zentralen Turm, zwei goldene Löwen als Schildhalter, die auf den Hinterbeinen stehen und rote Zungen zeigen, sowie einen Ritterhelm. Die Löwen sind im mittelalterlichen Stil gestaltet, jedoch mit abgewandten Köpfen, die auf die Außenwelt blicken.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erschien erstmals das Mittlere Wappen, das mit einem Helm, Pfauenfedern und einer weißen Flagge mit einem roten Turm geschmückt war. Die heutige Farbkombination wurde 1751 festgelegt, und 1834 standardisierte der Hamburger Senat die Darstellung von Tor und Turm mit nur wenigen Änderungen, die bis heute erhalten sind.

Veränderungen durch Machtwechsel

Während der Herrschaft Napoleons zeigte das Stadtwappen einen Turm mit drei Türmen in natürlicher Farbe, gekrönt von drei goldenen Bienen in Silber auf einem grünen Sockel. Mit den wechselnden Jahrhunderten und Machtverhältnissen wandelten sich auch die Symbole der Freien Stadt, doch nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1945, blieb Hamburg eine Stadtstaat.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden Elemente des Wappens häufig verändert, darunter der Turm und das Tor (manchmal offen dargestellt). Diese Änderungen beeinflussten jedoch nicht das Gesamtkonzept des heraldischen Symbols.

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